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Alle 5 Stubaier Gemeinden sind "Glyphosat-frei"!

Glyphosat, das umstrittene Pflanzengift, wird immer noch von vielen Gemeinden eingesetzt, an Orten, wo Menschen unerwartet damit in Kontakt kommen können – unter anderem in Parks, auf Spielplätzen und auf Friedhöfen. Dabei wird es mit einer Reihe gesundheitlicher Schäden in Verbindung gebracht: Die möglichen Effekte beginnen bei Augen- und Hautreizungen und reichen bis hin zu Krebserkrankungen.

Nicht so im Stubaital, alle 5 Gemeinden haben sich klar dazu entschieden, kein Glyphosat mehr einzusetzen. Es gibt auch einige sinnvolle Alternativen.

Welche ökologischen Alternativen gibt es für Haus- und Kleingärten?

Für Haus- und Kleingärten gibt es eine Reihe von bewährten, giftlosen Alternativen zu Glyphosat. Unerwünschte Pflanzen können mechanisch durch Jäten oder Fugenkratzen entfernt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre eine thermische Entfernung der Pflanzen durch heißes Wasser, Dampf oder Heißluft. Unerwünscht begrünte Flächen könnten auch mit Stroh-, Heu- oder Rindenmulch (nicht zu dicht, ansonsten in nassen Monaten ein Paradies für Schnecken) abgedeckt werden.

Welche ökologischen Alternativen gibt es in der biologischen Landwirtschaft?

In der Landwirtschaft darf die Anwendung von Glyphosat keine Standardmaßnahme in Ackerbausystemen bleiben. Dass es auch ohne Glyphosat und chemisch-synthetische Pestizide geht, zeigt die biologische Landwirtschaft. Beim biologischen Pflanzenschutz ohne chemisch-synthetische Pestizide wird auf einen ganzheitlichen Ansatz gesetzt – das heißt, dass die Summe aller Maßnahmen zum gewünschten Erfolg führt. In der biologischen Landwirtschaft heißt das Vorbeugen, Selbstregulieren und natürliche Substanzen einsetzen. Konkret bedeutet das: die richtigen Pflanzen am richtigen Ort unter Einhaltung einer Fruchtfolge, die einem übermäßigem Beikrautaufkommen vorbeugt, einen gesunden und aktiven Boden erhält und Schaderregern die Möglichkeit zum Fortbestand am Standort nimmt. Wenn nötig, wird bei der Unkrautregulierung dabei auf mechanische und thermische Verfahren zurückgegriffen. Es können auch naturstoffliche oder mikrobielle Pflanzenschutzmittel (z.B. Mikroorganismen, Lockstoffe) im Biolandbau eingesetzt werden; diese sind nach der EU-Bioverordnung festgelegt. Durch dieses komplexe Pflanzenschutzmodell wird die Umwelt entlastet, die Gesundheit der Menschen gestärkt und die biologische Vielfalt vermehrt. 

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